Woche der Wildkatze: Gemeinsam den Wildkatzen-Korridor mit Weißdorn und Haselnuss verbessern

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Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Thüringen und das Wildkatzendorf Hütscheroda haben am Samstag, dem 7. November 2026, in den Wildkatzen-Korridor bei Gotha zu einer Nachpflanzaktion eingeladen.

Geschafft - alle 50 Pflanzhelfer haben gemeinsam Weißdorn, Haselnuss, Hundsrose und Schwarzen Holunder für einen besseren Waldverbund für Wildkatze & Co gepflanzt.

Bei der Aktion halfen 50 Freiwillige, darunter Schülerinnen und Schüler der Grundschule „Am Hainich“ aus Behringen mit ihren Lehrerinnen, Eltern und Großeltern, Freiwillige aus Bildungseinrichtungen des Diakonischen Bildungsinstituts (dbi) Johannes Falk, Mitglieder vom BUND Thüringen (Kreisgruppe Gotha) und Bundesfreiwillige aus dem BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda. Weißdorn, Haselnuss, Hundsrose und Schwarzer Holunder sollen den Waldverbund für Wildkatze und Co. weiter verbessern. Die Geschwister Jarle und Elva, Schüler der Staatlichen Grundschule Behringen „Am Hainich“, pflanzten gemeinsam mit Wildkatzenexperte Thomas Mölich symbolisch für alle bisher gepflanzten Bäume und Sträucher im Projekt "Wildkatzenwälder von morgen" einen Weißdornstrauch als Setzling Nr. 40.000.

Entlang des Wildkatzenwegeplans vernetzte der BUND in den letzten Jahrzehnten die Lebensräume für die Europäische Wildkatze (Felis silvestris), so auch zwischen dem südlichen Hainich/Kindel und dem Krahnberg bei Gotha. Nicht alle gepflanzten Bäume haben es über die vielen trockenen Sommermonate geschafft, daher war die Nachpflanzaktion notwendig.

Thomas Mölich, BUND-Wildkatzenkoordinator ordnet die Zahl für Thüringen ein und erklärt: „Jeder gepflanzte Baum und Strauch ist ein Beitrag zur Lebensraumverbesserung für die Wildkatze und andere Arten. In Thüringen engagieren wir uns seit 30 Jahren für die Wildkatze und setzen dabei auf vier Naturschutz-Säulen: die systematische Erfassung der Wildkatzenbestände, die Entwicklung eines so genannten ‚Wildkatzenwegeplans‘ als Planungsgrundlage für den Verbund von Waldlebensräumen, Aufklärungsarbeit und Umweltbildung im Wildkatzendorf Hütscheroda sowie die Vernetzung von Lebensräumen durch Grüne Korridore. In Zahlen heißt das konkret: Wir haben Wanderwege für Wildkatzen auf rund 200 Kilometern vom Südharz im Norden bis Süd-Ost-Thüringen verbessert. Über verschiedene Projekte zählen wir über 81.000 Setzlinge, die in Thüringen bislang gepflanzt wurden. All das ist nur dank der Unterstützung vieler Freiwilliger und verlässlicher Partner wie Gemeinden und Forstämtern möglich“, so Mölich.

Die erforderliche Nachpflanzaktion verdeutlicht es: „Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels und des notwendigen Biotopverbundes werden wir uns auch in Zukunft weiter für die Lebensraumvernetzung der Wildkatze stark machen. Mit dem Wildkatzendorf Hütscheroda hat der BUND einen hervorragenden Ort geschaffen, um über die heimischen Katzenarten Wildkatze und Luchs, über das Rettungsnetz Wildkatze und ihren Lebensraum Wald anschaulich zu informieren“, betont Dr. Katrin Vogel, Geschäftsführerin der Wildtierland Hainich gGmbH.

Als Dankeschön haben alle kleinen und großen Helfer im Anschluss einen Imbiss im BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda und eine individuelle Schaufütterung erhalten.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der „Woche der Wildkatze“ statt. Sie ist Teil des im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministerium geförderten Projektes „Wildkatzenwälder von morgen“. Darüber hinaus wird die Pflanzaktion von der Postcode Lotterie gefördert.