Schafe sind perfekte Landschaftspfleger
Schafe sind perfekte Landschaftspfleger

Die Natura 2000-Station „Unstrut-Hainich/Eichsfeld“

Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) hat zum Schutz der Natura 2000-Gebiete im Freistaat Thüringen (212 FFH-Gebiete, 35 FFH-Objekte und 44 EU-Vogelschutzgebiete) ein Netzwerk an Natura 2000-Stationen errichtet, welches die staatliche Naturschutzverwaltung, den verbandlichen Naturschutz und die Landnutzer bei der Umsetzung von Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen vorwiegend in Natura 2000-Gebieten und deren Pufferzonen in Thüringen unterstützen sollen.

Die Natura 2000-Stationen wurden als regionale, nicht-staatliche Einrichtungen des Naturschutzes in gemeinnütziger Trägerschaft errichtet und arbeiten eng mit der Verwaltung, den betroffenen Landnutzern sowie weiteren Akteuren vor Ort zusammen.

Artenreiches Grünland für den Erhalt der Tagfalter
Artenreiches Grünland für den Erhalt der Tagfalter | Foto: Sarah Stark
Quelleschutz schafft Lebensräume für den Feuersalamander
Quelleschutz schafft Lebensräume für den Feuersalamander | Foto: Franziska Döll
Die Gelbbauchunke braucht Pioniergewässer
Die Gelbbauchunke braucht Pioniergewässer | Foto: Kerstin Wiesner
Feuchtwiesen erhalten für den Wachtelkönig
Feuchtwiesen erhalten für den Wachtelkönig | Foto: Kerstin Wiesner
Fachexkursion am Rande des Nationalparks
Fachexkursion am Rande des Nationalparks | Foto: Kerstin Wiesner

Vielfalt dank trockener Rasen, frischer Quellen und dunkler Wälder

Die Natura 2000-Station „Unstrut-Hainich/Eichsfeld“ umfasst den Landkreis Eichsfeld, den Unstrut-Hainich-Kreis sowie den nördlichen Wartburgkreis. Das Gebiet wird geprägt durch trockene und magere Lebensräume auf Muschelkalk und den feuchten und fruchtbaren Tälern der Werra und Unstrut. Mit dem Laubwaldgebiet Hainich umfasst sie außerdem mit über 15.000 Hektar das größte FFH-Gebiet in Thüringen.

Auf den kargen Muschelkalkplateus entstanden durch jahrhundertelange Schaf- und Ziegenbeweidung wertvolle Kalk- und Halbtrockenrasen. Durch das kalkreiche Grundwasser entstehen an Quellaustritten terrassenartige Kalkablagerungen, die Kalktuffquellen. Die selten gewordene Gelbbauchunke hat im Gebiet ihre nördliche Verbreitungsgrenze und fand auf den Truppenübungsplätzen der Region ein vorrübergehendes Refugium abseits ihres natürlichen Lebensraums. 27 FFH-Gebiete und vier EU-Vogelschutzgebiete befinden sich im Tätigkeitsbereich der Natura 2000-Station „Unstrut- Hainich/Eichsfeld“.

Die Wildtierland Hainich gGmbH wurde 2010 gegründet und ist Träger der Natura 2000-Station „Unstrut-Hainich/Eichsfeld“ und dem „Wildkatzendorf“ in Hütscheroda, welches seinen Besuchern am Rande des Nationalpark Hainich den Waldbiotopverbund, die Wildkatze und den Luchs näher bringt.


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